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Umzug im Glattal: Kloten, Opfikon und Dübendorf im Blick

Rund um den Flughafen wechseln Wohnungen häufiger die Mietpartei als anderswo im Kanton. Viele Zuzüge kommen direkt aus dem Ausland, viele Wegzüge gehen ebenso weit. Das prägt die Umzüge im Glattal – terminlich wie organisatorisch.

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Wohn- und Bürogebäude im Glattal mit Glattalbahn und breiten Erschliessungsstrassen
Flughafenregion

Eine Region, in der oft gezügelt wird

Das Glattal ist kein Bezirk, sondern eine Landschaft, die sich über mehrere Bezirke legt. Kloten, Opfikon mit Glattbrugg und dem Glattpark, Rümlang, Wallisellen, Bassersdorf und Dübendorf bilden zusammen einen dicht bebauten Gürtel aus Wohnsiedlungen, Bürohäusern, Hotels und Logistikflächen. Dazwischen liegt der Flughafen mit seinen Arbeitsplätzen.

Wer hier lebt, bleibt im Schnitt kürzer als in den ländlicheren Teilen des Kantons. Viele Haushalte kommen aus dem Ausland, bleiben einige Jahre und ziehen weiter. Im Kanton insgesamt stammten zuletzt über achtzig Prozent des Bevölkerungswachstums aus internationaler Zuwanderung; rund 29 Prozent der Kantonsbevölkerung haben einen ausländischen Pass, und fast zwei Drittel dieser Gruppe kommen aus einem EU- oder EFTA-Staat. Im Glattal ist dieser Alltag besonders sichtbar.

Interessanterweise wuchs die Region zuletzt langsamer als andere Teile des Kantons: Im jüngsten Jahresvergleich legten das Weinland und das Furttal am stärksten zu, während das Glattal und die Region Winterthur am schwächsten wuchsen. Die Zahl der Umzüge hängt hier also weniger am Neubau als an der Fluktuation in bestehenden Wohnungen.

Grössenordnungen

  • Dübendorf: rund 33'000 Menschen
  • Kloten: rund 22'000 Menschen
  • Opfikon: rund 21'000 Menschen
  • Dazu Wallisellen, Rümlang und Bassersdorf

Gerundete Werte nach kantonaler Statistik, Stand Ende 2025. Rund um den Flughafen bestehen Lärmzonen; die aktuellen Karten dazu führt der Kanton Zürich.

Kartenlegende

Die Orte im Glattal und ihre Eigenheiten

Gemeinsam ist allen die gute Erschliessung. Unterschiede zeigen sich im Baujahr der Siedlungen und darin, wie viel Platz vor dem Haus bleibt.

  • Kloten Flughafenstadt

    Wohnquartiere aus verschiedenen Jahrzehnten, vom Dorfkern bis zur Grosssiedlung. Viele Mietwohnungen, kurze Wege, meist breite Zufahrten. Ältere Blöcke haben nicht überall einen Lift.

  • Opfikon, Glattbrugg, Glattpark Zwischen Stadtgrenze und Flughafen

    Der Glattpark ist eines der jüngsten Quartiere des Kantons: Hochhäuser, Tiefgaragen, Anlieferzonen. Technisch einfache Umzüge, aber viele gleichzeitige Ein- und Auszüge an Stichtagen.

  • Wallisellen Glattzentrum-Umfeld

    Mischung aus älteren Wohnblöcken, Einfamilienhausquartieren und neuen Überbauungen. Die Hauptachsen sind stark befahren, Nebenstrassen dafür ruhig.

  • Dübendorf Grösster Ort der Region

    Über 30'000 Menschen, eigenständiges Zentrum, viele Mehrfamilienhäuser und Gewerbe. Innerhalb der Gemeinde sind die Distanzen kurz, was Umzüge in Etappen erleichtert.

  • Rümlang Nördlich des Flughafens

    Dorfkern mit älterer Bausubstanz, daneben Wohn- und Gewerbezonen. In den Kernbereichen ist die Fläche vor dem Haus knapp und die Durchfahrt schmal.

  • Bassersdorf Östlich des Flughafens

    Wohngemeinde mit hohem Anteil an Reihen- und Einfamilienhäusern. Hier geht es weniger um Treppenhäuser als um Garagen, Keller und Gartenhäuser.

Zuzug und Wegzug

Wenn der Umzug über die Landesgrenze führt

Im Glattal beginnt oder endet mancher Wohnungswechsel im Ausland. Dafür gelten andere Regeln als für einen Umzug innerhalb der Schweiz. Der elektronische Dienst eUmzugCH deckt den Zuzug aus dem Ausland nicht ab; in der Regel melden Sie sich persönlich bei den Einwohnerdiensten Ihrer neuen Gemeinde an. Das gilt meist auch bei Aufenthalten unter drei Monaten und beim Wochenaufenthalt. Wie die einzelne Gemeinde das handhabt, klären Sie am besten vorab.

Für ausländische Staatsangehörige kommt die Frage nach der Bewilligung dazu. Wer aus der EU oder der EFTA stammt und von der Personenfreizügigkeit Gebrauch macht, braucht für einen Kantonswechsel keine Zustimmung. Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltsbewilligung B benötigen für den Wechsel in den Kanton Zürich die Zustimmung des kantonalen Migrationsamts. Wer die Niederlassungsbewilligung C besitzt, hat einen Anspruch auf den Kantonswechsel, solange keine Widerrufsgründe nach Artikel 63 des Ausländer- und Integrationsgesetzes vorliegen.

Das Migrationsamt des Kantons Zürich befindet sich an der Berninastrasse 45, Postfach, 8090 Zürich. Die Schalterhalle ist von Montag bis Freitag von 08.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Das Amt arbeitet nicht mit E-Mail, sondern mit einem Kontaktformular.

Für internationale Umzüge zusätzlich klären

  • Zolldeklaration für Übersiedlungsgut
  • Zwischenlagerung, falls die Termine nicht passen
  • Versicherungsdeckung für den Transport
  • Kündigungsfristen im Herkunftsland
  • Anmeldung innert 14 Tagen nach der Ankunft

Beschreiben Sie in der Anfrage beide Adressen. Eine Offerte für einen Auslandumzug entsteht anders als für einen Wechsel innerhalb des Kantons.

Praxis

Was im Glattal den Unterschied macht

Hochhaus statt Treppenhaus

In den neuen Quartieren wird der Personen- oder Warenlift zum Nadelöhr. Reservieren Sie ihn bei der Verwaltung, klären Sie die Innenmasse und prüfen Sie, ob Schutzmatten vorgeschrieben sind.

Stichtage mit Stau

Wenn in einer Überbauung viele Verträge gleichzeitig enden, konkurrieren Ein- und Auszüge um Lift und Anlieferzone. Ein Termin am Rand des Stichtags ist oft entspannter und günstiger.

Möblierte Zwischenlösungen

Viele Haushalte kommen mit wenig Mobiliar an und ziehen später in eine grössere Wohnung um. Dann zählt weniger das Volumen als die Frage, ob verpackt, montiert und eingeräumt werden soll.

Sprache und Erreichbarkeit

Geben Sie an, in welcher Sprache Sie kommuniziert werden möchten und wer am Umzugstag vor Ort ist. Das verhindert Missverständnisse, wenn Verwaltung, Team und Mietpartei nicht dieselbe Sprache sprechen.

Zwischenlösungen

Wenn Auszug und Einzug nicht zusammenpassen

Im Glattal klaffen die Termine häufiger auseinander als anderswo. Eine Stelle beginnt früher als geplant, eine Wohnung wird später frei, oder ein Auslandaufenthalt schiebt sich dazwischen. Dann braucht es eine Zwischenlösung: Der Hausrat wird eingelagert und einige Wochen später an die neue Adresse gebracht.

Damit eine solche Offerte vergleichbar wird, gehören drei Angaben hinein: die voraussichtliche Dauer der Lagerung, ob Sie zwischendurch an einzelne Gegenstände müssen, und wie der Hausrat versichert ist, solange er nicht bei Ihnen steht. Manche Anbieter lagern in verschlossenen Transportboxen, andere in einem offenen Lager – für den Preis und für den Zugang macht das einen Unterschied.

Wer nur wenige Wochen überbrücken muss, fährt oft besser, wenn dieselbe Firma Auszug, Lagerung und Einzug übernimmt. Dann wird der Hausrat einmal verladen statt zweimal umgepackt, und es gibt nur einen Ansprechpartner, falls etwas fehlt.

Angaben für eine Lagerofferte

  • Volumen in Kubikmetern oder Anzahl Zimmer
  • Zeitraum von bis, mit möglicher Verlängerung
  • Zugang während der Lagerdauer, ja oder nein
  • Empfindliche Güter wie Instrumente oder Kunst
  • Versicherungsdeckung und Haftung

Klären Sie auch, wie die Kündigung der Lagerung funktioniert, falls die neue Wohnung früher frei wird als gedacht, und ob eine Verlängerung um einzelne Wochen möglich ist. Halten Sie zudem fest, wer den Hausrat annimmt, wenn Sie am Einlagerungstag nicht selbst vor Ort sein können.

Preisrahmen

Womit Sie im Glattal rechnen können

Für das Glattal führt Vergleichsofferten.ch keine eigene Ortstabelle. Als Orientierung dienen die Werte für das Limmattal, weil die Bebauung vergleichbar ist: viele Wohnungen mit Lift, kurze Tragwege, gute Zufahrten. Nach Aufwand abgerechnet liegt der Ansatz für Zürich und Umgebung bei CHF 110 bis 160 pro Stunde, inklusive Fahrzeug und zwei Mitarbeitenden.

Aufschläge entstehen vor allem bei kurzfristigen Aufträgen und am Wochenende. Wer den Umzug nicht auf einen Samstag legen muss, spart spürbar. Die vollständige Aufstellung mit Zuschlägen, Distanzbeispielen und Reinigungsrichtwerten finden Sie unter Umzugskosten im Kanton Zürich.

Beim Strom gilt auch hier die kantonale Faustregel: Die EKZ wollen die Umzugsmeldung mindestens drei Arbeitstage vor der Schlüsselübergabe haben. Wird Ihre Gemeinde von einem eigenen Werk beliefert, melden Sie den Wechsel dort. Beim Fahrzeug übernimmt das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich die Adressänderung; neue Kontrollschilder und Dokumente kommen innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen.

Moderne Wohnsiedlung im Glattal mit Tiefgarageneinfahrt und Anlieferzone

Ziehen Sie ins oder aus dem Glattal und kennen Sie die Umgebung noch nicht: Die Gemeinde gibt Auskunft über Sammelstellen, Abfuhrdaten und darüber, ob für den Umzugswagen eine Fläche auf öffentlichem Grund nötig ist.